Wie finde ich die richtige Energiesparlampe?

Energiesparlampen schonen Umwelt, Klima und Geldbeutel. Doch Lampe ist
nicht gleich Lampe: Heute haben die Verbraucher die Qual der Wahl und 
können zwischen einer Vielzahl an Formen, unterschiedlichen Lichtfarben 
und einer Reihe unterschiedlicher Funktionen auswählen. Ein Einkaufsführer
für die richtige Lampenwahl.

Generell gilt: Wie bei allen Produkten gibt es auch bei Energiesparlampen Unterschiede zwischen Qualitäts- und Billigprodukten. Diese zeigen sich sowohl bei Sparleistung und Ökobilanz als auch bei Lichtqualität, Reaktionszeit und Funktion. Die höheren Kosten am Anfang machen sich also schnell wieder bezahlt.

Für den richtigen Durchblick sorgen Lumen, nicht Watt

Um die einer Glühlampe entsprechende Helligkeit zu erzeugen, brauchen Energiesparlampen bis zu 80 Prozent weniger Energie. Nach dieser groben Faustformel gilt, dass z. B. eine 60-Watt-Glühlampe gegen eine 15 Watt-Energiesparlampe eingetauscht werden kann. 
Besser ist aber, wenn sich die Verbraucher an dem Lumenwert (lm) einer Lampe orientieren.
Er gibt die Helligkeit einer Lampe an. Zur Orientierung: Glühlampen mit 25 Watt haben 220 lm, mit 40 Watt 415 lm, mit 60 Watt 710 lm, mit 75 Watt 930 lm und mit 100 Watt 1340 lm.
Bereits heute geben die meisten Hersteller den Lumenwert an – ab 1. September 2010 sind 
sie vom Gesetzgeber dazu verpflichtet. 

Das ist neu: Unterschiedliche Lichtfarben für jeden Zweck

Die Lichtfarbe gibt an, welche Stimmung die Energiesparlampe erzeugt. Beschrieben wird 
die Farbe durch die Lichttemperatur, gemessen in Kelvin. Hohe Kelvinwerte (mind. 5.300 K) stehen für einen hohen Blauanteil des Lichts – solche Lampen eignen sich vor allem für die Beleuchtung von Arbeitsplätzen und anderen sachlichen Umgebungen. Im Handel wird diese modern anmutende Lichtfarbe auch als Tageslichtweiß bezeichnet. Warmweiß hingegen 
(max. 3.300 K) ist behagliches Licht für den Wohnbereich – zum Beispiel für die Sofaecke.

Damit der Sockel niemanden aus der Fassung bringt

Entsprechend den gängigen Fassungsgrößen werden Energiesparlampen mit verschiedenen Sockeln angeboten. In große Fassungen – etwa von Decken- und Stehleuchten – passt in 
der Regel eine E 27-Lampe, für kleinere Leuchten auf dem Schreib- oder Nachttisch ist Sockelgröße E 14 geeignet.

Welche Lampe für welche Leuchte

Bei Energiesparlampen ist die Auswahl an Formen heute groß und reicht von der klassischen Stabform über den Glühlampen-Look bis zu Reflektor-Modellen. Für jede Leuchte und jeden Geschmack ist also etwas dabei. Energiesparlampen ohne Ummantelung eignen sich besonders bei geschlossenen Leuchten, da sie eine hohe Lichtausbeute haben. Wenn die Lampe wie in einem Kronleuchter offen sichtbar ist, kommt z. B. die Kerzen- oder Tropfenform in Frage.

Spezialisten fürs Dimmen und häufiges An- und Ausschalten

Ob sich eine Energiesparlampe dimmen lässt, ist auf der Verpackung angegeben. Auch Informationen über die Anlaufzeit einer Lampe und ihre Schaltfestigkeit bieten viele Hersteller heute schon an – d.h. die Dauer, bis sie ihre Helligkeit erreicht bzw. ob die Energiesparlampe ohne Qualitätsverlust häufig an- und ausgeschaltet werden kann. Ab 1. September 2010 ist dies Pflicht.

Lang soll sie leben

Die Lebensdauer ist ähnlich wichtig wie das Preisschild: Denn manches auf den ersten Blick preiswerte Modell hat oftmals eine geringere Lebenszeit und kostet so am Ende mehr als das Qualitätsprodukt. Wie lange eine Lampe hält  – ausgedrückt in Stunden sowie in Schaltzyklen – finden Verbraucher ebenfalls auf der Verpackung. Manche Sparlampen der neuesten Generation brennen bis zu 15.000 Stunden.