Durchblick beim Lampenkauf

Glühlampe ade!
Ab 01.09.2011 verschwindet nach der 75-Watt-Glühlampe nun auch die 60- Watt-Glühlampe aus den Verkaufsregalen, denn dann tritt die zweite Stufe der Verordnung 244 der EU in Kraft. Die Verordnung gibt Mindestanforderungen an die Effizienz von Haushaltslampen vor und verbannt stufenweise bis 2016 ineffiziente Glühlampen und andere besonders energieintensive Leuchtmittel aus dem Handel. Dabei wird zwischen den Energieeffizienzklassen A (geringer Verbrauch) bis G (hoher Verbrauch) unterschieden, wobei bis 2012 alle Lampen mindestens Effizienzklasse C, bis 2016 die Klasse B erfüllen müssen. Glühlampen erfüllen höchstens die Klasse D, denn bei der Erhitzung der Wendel werden in der Glühlampe rund 95 Prozent des aufgenommenen Stroms nutzlos in Wärme und nur 5 Prozent tatsächlich in Licht umgewandelt. Energiesparlampen hingegen verbrauchen bis zu 80 Prozent weniger Energie als Glühlampen, um die gleiche Helligkeit zu erzeugen. Bis auf wenige Ausnahmen dürfen nur Lampen der Energieeffizienzklasse A zukünftig den Namen „Energiesparlampe“ tragen. Die Fülle an energieeffizienten Beleuchtungs- Alternativen ist inzwischen groß und die Vorurteile, mit denen die Energiesparlampe lange zu kämpfen hatte, gehören längst der Vergangenheit an: Heute können Verbraucher zwischen einer Vielzahl an Formen, unterschiedlichen Lichtfarben und einer Reihe unterschiedlicher Funktionen auswählen.

Je mehr Lumen, desto mehr Durchblick
Eine Energiesparlampe erzeugt die gleiche Helligkeit wie eine Glühbirne mit bis zu 80 Prozent weniger Energie. So kann zum Beispiel eine 14-Watt- Energiesparlampe eine 60-Watt-Glühlampe ersetzen. Noch viel wichtiger ist allerdings der Lumenwert, der die Helligkeit einer Lampe angibt. Dabei gilt: Je höher der Lumenwert, desto heller die Lampe. Dieser Lumenwert muss künftig in großen Zahlen auf der Verpackung stehen.

Schönes Licht mit Energiesparlampen
Lange Zeit wurde der Energiesparlampe nachgesagt, dass diese kein schönes Licht mache. Heute gibt es Energiesparlampen in den unterschiedlichsten Lichtfarben. Die Lichtfarbe beschreibt die Stimmung, die eine Lampe erzeugt und wird in Kelvin gemessen. Dabei stehen hohe Kelvinwerte (z.B. 6.500 K) für einen hohen Blauanteil des Lichts, ähnlich dem Tageslicht. Solche Lampen eignen sich vor allem für die Beleuchtung von Arbeitsplätzen und anderen sachlichen Umgebungen. Im Handel wird diese modern anmutende Lichtfarbe auch als „tageslichtweiß“ bezeichnet. Warmweiß (ca. 2.700 K) oder extra warmweiß (ca. 2.500 K) hingegen gibt behagliches Licht für den Wohnbereich – zum Beispiel für die Sofaecke.

Der Sockel muss niemanden aus der Fassung bringen
Um Glühlampen gegen Energiesparlampen auszutauschen, kann die vorhandene Leuchte selbstverständlich beibehalten werden. Entsprechend den gängigen Fassungsgrößen werden Energiesparlampen mit verschiedenen Sockeln angeboten. In große Fassungen – etwa von Decken- und Stehleuchten – passt in der Regel eine E 27-Lampe, für kleinere Leuchten auf dem Schreib- oder Nachttisch ist Sockelgröße E 14 üblich.

Für jede Leuchte die richtige Lampe
Energiesparlampen sind inzwischen in den unterschiedlichsten Formen und auch mit LED-Technik erhältlich. Die Auswahl reicht von der klassischen Stabform oder Spiralform über den Glühlampen-Look bis hin zu Reflektor-Modellen. Für jede Leuchte und jeden Geschmack ist also etwas dabei: Energiesparlampen ohne Hüll-kolben eignen sich besonders bei geschlossenen Leuchten oder Leuchten mit Schirm, da sie eine hohe Lichtausbeute haben. Wenn die Lampe direkt sichtbar ist - wie in einem Kronleuchter - eignet sich zum Beispiel die Kerzen- oder Tropfenform.

Wandfarbe, Raumgröße und Möbel: Auf die Raumgegebenheiten achten

Wichtig beim Kauf einer Energiesparlampe sind auch Faktoren wie die Raumgröße und die Wandfarbe. Sind die Wände hell, wird das Licht stark reflektiert. Lichtfarbe und Helligkeit wirken dann wie auf der Verpackung angegeben. Sind die Wände dunkel, wird Licht absorbiert, Helligkeit und Lichtfarbe sollten entsprechend stärker gewählt werden. Soll eine Energiesparlampe einen großen Raum beleuchten, ist es ratsam, einen hohen Lumenwert zu wählen, für kleinere Räume reichen geringere Lumenzahlen aus. Auch die Möbel, die sich in einem Raum befinden, spielen eine Rolle bei der Lichtwirkung. Stehen viele Möbel in einem Raum, oder sind diese groß und dunkel, sollten hellere Lampen mit höherem Lumenwert gewählt werden, dezent ausgestattete Räume hingegen absorbieren weniger Licht, weshalb eine Lampe mit geringerem Lumenwert verwendet werden kann.

Alle wichtigen Informationen auf der Verpackung
Manche Sparlampen der neuesten Generation brennen bis zu 20.000 Stunden, leistungsfähige LED-Lampen sogar bis zu 50.000 Stunden. Informationen darüber, wie lange eine Lampe hält – ausgedrückt in Stunden – finden Verbraucher auf der Verpackung. Auch ob eine Sparlampe dimmbar ist und wie häufig sie an- und ausgeschaltet werden kann (Schaltzyklus), erfahren Verbraucher seit September 2010 auf den Verpackungen und im Internet, denn seitdem besteht eine neue Informationspflicht für die Hersteller.

Wer billig kauft, kauft zweimal
Generell gilt: Wie bei allen Produkten gibt es auch bei Energiesparlampen Unterschiede zwischen Qualitäts- und Billigprodukten. Diese zeigen sich sowohl bei der Sparleistung und der Ökobilanz als auch bei Lichtqualität, Reaktionszeit und Funktion. Die höheren Anschaffungskosten von Energiesparlampen machen sich also schnell wieder bezahlt. Auf den gesamten Lebenszyklus gerechnet, spart die Energiesparlampe im Vergleich zur Glühlampe bis zu 80 Prozent an Energie, Geld und CO2.

Energiesparlampen gehören nicht in den Hausmüll
Energiesparlampen schonen nicht nur den Geldbeutel, sondern auch die Umwelt. Damit Sparlampen ihren Umweltnutzen allerdings in vollem Umfang entfalten können, müssen sie fachgerecht entsorgt werden. Für Verbraucher wird eine fachgerechte Entsorgung ausgedienter Energiesparlampen immer bequemer möglich: Mittlerweile gibt es bundesweit mehr als 6.000 Stellen, die Energiesparlampen aus Privathaushalten kostenfrei entgegen nehmen. Lightcycle arbeitet gemeinsam mit dem Handel und den Kommunen kontinuierlich am Ausbau des Sammelstellennetzes. So können Verbraucher ihre ausgedienten Sparlampen nicht nur auf Wertstoff- und Recyclinghöfen, sonder auch zunehmend im Handel zurückgeben, zum Beispiel in Filialen von Budni, Conrad Elektronik, dm, Globus, Hagebau, Herkules Bau & Garten, Kaufland, Max Bahr sowie Möbel Martin. Auch im inhabergeführten Einzelhandel wird den Kunden immer öfter ein Rückgabeservice angeboten.

Die nächstgelegene Sammelstelle finden Sie hier.