Glühlampen-Ausstieg: Ein kleiner Dreh mit großer Wirkung

Wenn ab dem 1.9.2011 die 60-Watt Glühlampe aus dem Handel genommen wird,
wird ein Großteil der bundesdeutschen Haushalte auf energieeffiziente Leuchtmittel
wie LED- und Energiesparlampe umsteigen. Vielen Verbrauchern sind die Vorteile
von LED- und Energiesparlampen – das verbesserte Preis-Leistungsverhältnis, eine
längere Lebensdauer, die deutlich günstigere Energiebilanz und ein flächendeckendes Rücknahmesystem für ausgediente Lampen – mittlerweile bekannt.
Auch sind LED- und Energiesparlampen heute in einer Vielzahl an Helligkeiten,
Lichtfarben und Formen für jeden Geschmack, Anwendungsbereich und für jede der herkömmlichen Fassungen (E14, E27) erhältlich. Die entsprechenden Angaben sind auf der Verpackung zu finden. Weitere Einzelheiten über die alternativen Leuchtmittel finden Sie hier.

Da eine 60-Watt Glühlampe bereits durch eine 12-Watt LED- oder eine 14-Watt
Energiesparlampe ersetzt werden kann, reduziert sich der jährliche CO2-Austoß um
mehr als 30 kg (bei einem durchschnittlichen Betrieb von drei Stunden pro Tag). Ein durchschnittlicher Haushalt mit 15 Lampen kann so pro Jahr nicht nur Stromkosten von ca. 150 Euro sparen, sondern auch seine CO2-Emissionen um fast eine halbe Tonne reduzieren. Rüsten auch nur 60% der deutschen Haushalte auf LED- oder Energiesparlampen um, so würden jährlich etwa 4,5 Mio. Tonnen CO2 eingespart, was immerhin dem CO2 Ausstoß der 1,8 Mio. in Berlin und Hamburg zugelassenen Mittelklasse-Wagen (bei einer Jahresleistung von 15.000 km) entspricht.

Energieeffiziente Beleuchtung: Der Atomausstieg im Handumdrehen

Nach Berechnungen der Deutschen Umwelthilfe könnten durch einen konsequenten
Einstieg in die energieeffiziente Beleuchtung in Deutschland jährlich etwa 22
Milliarden Kilowattstunden eingespart werden. Dies entspricht ungefähr der
Jahresleistung von zwei durchschnittlichen Atomkraftwerken, die ersatzlos
abgeschaltet werden könnten, da der Strom nicht anderweitig erzeugt werden
müsste – der Atomausstieg im sprichwörtlichen Handumdrehen.

Auch über den gesamten Lebenszyklus, d.h. inklusive Produktion und Entsorgung
gerechnet, ist die Gesamt-Energiebilanz einer modernen Energiesparlampe deutlich
günstiger als bei der herkömmlichen Glühlampe. Zwar gestalten sich bei der
Energiesparlampe Herstellung und Nutzung aufwendiger als bei der herkömmlichen
Glühlampe, allerdings entfallen mehr als 90% des Gesamt-Energieverbrauches auf
die tatsächliche Nutzung (vgl. EMPA-Studie 2010). Und hier kommt nicht nur ihre
deutlich verbesserte Energieeffizienz voll zum Tragen, aufgrund ihrer enormen
Lebensdauer überlebt die Energiesparlampe etwa 10 herkömmliche Glühlampen.


Weniger Quecksilber nicht trotz, sondern wegen der Energiesparlampe!


Obwohl Energiesparlampen technisch bedingt eine geringe Menge von Quecksilber
enthalten müssen, tragen sie unter dem Strich zur Reduktion der Quecksilber-
Emissionen bei: Denn das meiste Quecksilber wird bei der Stromproduktion aus
fossilen Brennstoffen unkontrolliert in die Atmosphäre abgegeben, und für das Licht
einer herkömmlichen Glühlampe muss fünf mal so viel Strom produziert werden wie für das einer Energiesparlampe. In dieser bleibt das Quecksilber zudem gebunden und – die richtige Entsorgung vorausgesetzt – gelangt erst gar nicht in die Umwelt.


Einfache Rückgabe mit der Sammelstellensuche

Um die positive Umweltbilanz zu komplettieren, müssen ausgediente LED- und
Energiesparlampen richtig entsorgt werden. Mehr als 90% der in LED- und
Energiesparlampe sowie Leuchtstoffröhren verbauten Rohstoffe können wieder
verwendet werden. Auch die in Kleinstmengen enthaltenen Schadstoffe wie z.B. das Quecksilber können so sicher zurück gewonnen und der Wiederverwertung zugeführt oder fachgerecht entsorgt werden.

Für die Rückgabe und Entsorgung von ausgedienten LED- und Energiesparlampen
gibt es ein bundesweit flächendeckendes Sammelstellennetz mit mittlerweile mehr
als 9.000 aktiv beworbenen Sammelstellen. Ihre nächstgelegene Sammelstelle
finden Sie hier.