Licht und Gesundheit

Wenn es dunkel wird, schalten wir das Licht ein. Damit verlassen wir uns ganz selbstverständlich auf die visuelle Wirkung des Lichts – Licht lässt uns sehen, Hell und Dunkel erkennen, Farben unterscheiden, Kontraste und Bewegung wahrnehmen. Doch Licht kann noch viel mehr: Es hat Einfluss auf unseren Tagesrhythmus und Wohlbefinden. Experten sprechen daher von der biologischen Wirkung des Lichts.

Die biologische Wirkung des Lichts

Licht lässt uns nicht nur sehen, sondern kann noch viel mehr. Mehr

Licht bewusst nutzen

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Mit LED- und Energiesparlampen Lichtakzente setzen!

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Licht und Gesundheit - die wichtigsten Begriffe

  • Beleuchtungsstärke

    Die Beleuchtungsstärke wird in der Maßeinheit Lux ausgedrückt. Sie gibt an, wie viel Lichtstrom einer Lichtquelle auf eine bestimmte Fläche trifft. Die Beleuchtungsstärke im Freien liegt selbst bei bewölktem Himmel noch bei einigen tausend Lux. Künstliche Beleuchtung in Innenräumen erreicht in der Regel maximal 1.000 Lux. Die Beleuchtungsstärke einer Lampe hängt mit ihrem Lichtstrom zusammen (in Lumen), der auf der Verpackung angegeben ist.

  • Chronobiologie

    Chronobiologie ist die Lehre von der „Inneren Uhr“. Viele biologischen Abläufe sind zwar genetisch vorbestimmt, werden aber auch durch äußere Einflüsse gesteuert. Chronobiologen untersuchen die Auswirkungen äußerer Faktoren auf biologische Funktionen und Prozesse und deren zeitliche Zusammenhänge. Das Licht mit seinen Eigenschaften ist in der Chronobiologie eine entscheidende Einflussgröße.

  • Chronotyp

    In der Regel ist die innere Uhr des Menschen auf 24 Stunden und damit den Tag-Nacht-Rhythmus synchronisiert. Dabei gibt es aber individuelle Abweichungen, die sich z.B. über die Veränderungen des Leistungsvermögens im Tagesablauf, an Schlaf- und Wachphasen, dem Auf und Ab des Hormonspiegels und der Körpertemperatur zeigen. Mit dem Begriff „Chronotyp“ wird versucht, diese Abweichungen zu kategorisieren und Menschen in unterschiedliche Chronotypen wie etwa „Lerchen“ (Frühaufsteher) und „Eulen“ (Nachtaktive) einzuteilen.

  • Circadianer Rhythmus

    Der Circadiane Rhythmus ist ein biologischer Rhythmus mit einer Periode von etwa 24 Stunden (Lateinisch: circa = ungefähr, dies = Tag). Nahezu alle Lebewesen haben solche Rhythmen „einprogrammiert“. Der wichtigste circadiane Rhythmus des Menschen ist sein Schlaf-/Wach-Rhythmus. Licht wiederum ist dafür die wichtigste Steuerung (Synchronisation).

  • Cortisol

    Cortisol (Hydrocortisol) ist ein lebenswichtiges Hormon, das anregend auf verschiedene Körperfunktionen wirkt. Es bringt den Körper sozusagen auf Trab und stellt ihn auf den Tagesbetrieb ein. Es wird daher auch als „Stresshormon“ bezeichnet. Die Cortisol-Konzentration im Blut folgt dem natürlichen Tagesrhythmus, das heißt sie fällt zum Abend hin ab.

  • Dritter Rezeptor

    Auf der menschlichen Netzhaut (Retina) gibt es mit den melanopsinhaltigen (blauer Farbstoff) Ganglienzellen einen Fotorezeptor, der im Blaubereich empfindlich ist. Sie werden auch als „dritter Fotorezeptor“ bezeichnet, da die Wissenschaft sie deutlich später entdeckt hat als Stäbchen und Zapfen, die für das menschliche Sehen verantwortlich sind. Die melanopsinhaltigen Ganglienzellen leiten – je nach Blaulichteinfall – Signale bis in die Zirbeldrüse, wo die Ausschüttung des Hormons Melatonin gesteuert wird.

  • Dynamisches Licht

    Dynamische Beleuchtung bedeutet, dass sich die Parameter der Beleuchtung wie Helligkeit, Lichtfarbe und Lichtrichtung im Zeitverlauf ändern. So lässt sich mit künstlichem Licht die kontinuierliche Veränderung des natürlichen Lichts zwischen Sonnenauf- und -untergang simulieren. 

  • Farbtemperatur

    Die Lichtfarbe einer Lampe wird durch die Farbtemperatur in Kelvin angegeben. Dabei gilt: mehr als 5.500 Kelvin entsprechen tageslichtweißem Licht, 2.700 Kelvin warmweißem Licht. Für die biologische Wirkung des Lichts sind insbesondere die Lampen mit hohem Kelvinwert relevant.

  • Farbwiedergabe

    Beschreibt eine andere Qualität des Lichtes: wie gut die Farben von Gegenständen wiedergegeben werden. Am besten schneiden Halogenlampen ab, die einen RA-Wert von 100 erzielen, gefolgt von LED mit 95 bis 80 und Energiesparlampen mit 80.

  • Innere Uhr

    Die innere Uhr, auch „Master Clock“ genannt, ist das zentrale Teil unseres körpereigenen Timing-Systems. Sie koordiniert über Hormone und Botenstoffe zahlreiche kleinere „Uhren“ im Körper. Licht beeinflusst dieses System – es gewährleistet die Synchronisation der inneren Uhr mit dem äußeren Tagesrhythmus entsprechend der Erddrehung. 

  • Lichtwirkung

    Licht beeinflusst den Menschen. Die Wissenschaft unterscheidet drei Wirkungsdimensionen: visuell, biologisch und emotional. Mehr erfahren Sie hier.

  • Melatonin

    Das Hormon Melatonin ist das wichtigste Hormon der Zirbeldrüse. Es wird auch „Schlafhormon“ genannt, denn Melatonin steuert den Tag-Nacht-Rhythmus des Körpers. Die Melatonin-Konzentration im Blut folgt dem Tagesrhythmus und steigt zum Abend hin an, verhält sich damit also gegenläufig zum Cortisolspiegel.  

    Melatonin signalisiert dem Körper den Beginn der Ruhephase, lässt ihn müde werden und leitet die Regenerationsprozesse auf Organ- und Zellebene ein. Licht mit einem hohen Blaulichtanteil kann die Ausschüttung von Melatonin unterdrücken.

  • Serotonin

    Serotonin heißt auch „Glückshormon“, denn es wirkt stimmungsaufhellend. Helles Tageslicht regt seine Produktion an. In der Zirbeldrüse wird Serotonin in Melatonin umgewandelt und kann dann am Abend ins Blut abgegeben werden, damit wir schlafen können.  

  • Tageslicht

    Tageslicht ist das sichtbare Licht der Sonne. Je nach Tages- und Jahreszeit schwankt die Beleuchtungsstärke des Tageslichts, sie kann Werte über 100.000 Lux erreichen. Das Licht der Sonne hat 5500 Kelvin, der blaue Himmel kann 15000 und mehr Kelvin betragen. Mit einer Lampe der Farbtemperatur 5.500 Kelvin lässt sich in Innenräumen Tageslicht nachahmen.

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