Pressemitteilung


Zehn Fakten zum Glühlampenausstieg am 1. September 2012

Ab heute, dem 24. Mai, sind es noch 100 Tage bis zur vorerst letzten Stufe des Glühlampenausstiegs. Ab dem 1. September 2012 verschwinden auch alle Glühlampen unter 60 Watt aus den Verkaufsregalen. Was der Glühlampenausstieg bedeutet, fassen folgende zehn Fakten in aller Kürze zusammen:

1. Gesetzliche Grundlage
Seit 1. September 2009 stellt eine EU-Verordnung strenge Mindestanforderungen an die Effizienz von Haushaltslampen. Da sie diese Anforderungen nicht erfüllen, werden Glühlampen und andere besonders energieintensive Leuchtmittel stufenweise bis 2016 aus den Verkaufsregalen verbannt. Durch den Glühlampenausstieg möchte die EU bis 2020 15,5 Millionen Tonnen CO2 einsparen. Mehr zum Glühlampenausstieg erfahren Sie hier.

2. Die Alternativen zur Glühlampe
Als Alternativen zur Glühlampe bieten sich LED-Lampen, Energiesparlampen sowie Halogenlampen an. Hochwertige LED-Lampen sparen bis zu 90 %, Energiesparlampen bis zu 80 % und Halogen immerhin noch bis zu 30 % an Energie. Welche Alternativen es gibt, sehen Sie hier

3. Ein schönes Zuhause...
Mittlerweile gibt Energiesparlampen für alle Einsatzgebiete: Warmes Licht für das Wohnzimmer, sachliches Licht zum Arbeiten, dimmbar, mit großer oder kleiner Fassung und sogar in Kerzenform für den Kronleuchter. Welche Lampe die richtige ist, hängt immer vom jeweiligen Einsatzgebiet ab. Einen Ratgeber für den Lampenkauf finden Sie hier

4. ...und dabei noch Geld sparen
Glühlampen wandeln nur 5 % der Energie in Licht um. 95 % des Stroms und damit der Stromkosten verpuffen als Wärme. Je 14-Watt-Energiesparlampe, die an Stelle einer 60-Watt-Glühlampe eingesetzt wird, spart der Verbraucher rund 10 Euro im Jahr (Bei einem durchschnittlichen Betrieb von drei Stunden am Tag). Ein durchschnittlicher Haushalt mit 15 Lampen kann so pro Jahr Stromkosten von ca. 150 Euro sparen. Hinzu kommt: Eine hochwertige Energiesparlampe hält bis zu 15.000 Stunden, eine moderne LED sogar bis zu 25.000 Stunden. Im Vergleich: Eine herkömmliche Glühlampe kommt auf eine Lebensdauer von rund 1.000 Stunden.

5. Ein Vorteil für die Umwelt
Der geringere Energieverbrauch trägt zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes bei. Beispiel: Eine 60-Watt Glühlampe kann durch eine 12-Watt LED- oder eine 14-Watt
Energiesparlampe ersetzt werden. Das reduziert den CO2-Ausstoß jährlich um ca. 30 kg je Lampe.
Rüsten 60 % der deutschen Haushalte auf LED- oder Energie­spar­lampen um, würden jährlich etwa 4,5 Mio. Tonnen CO2 eingespart. Auch bei der Ökobilanz über die gesamte Lebensdauer (Herstellung, Betrieb, Recycling) ist trotz des unbestreitbaren Aufwands bei Produktion und Entsorgung die Energiesparlampe der Glühlampe laut einer Studie des Schweizer empa-Instituts überlegen.

6. Energiesparlampen und Gesundheit
Energiesparlampen enthalten geringe Mengen Quecksilber. Aber es gilt: In ihrer Anwendung sind sie für den Verbraucher völlig ungefährlich. Gemäß der EG-Richtlinie zur Beschränkung der Verwendung bestimmter (gefährlicher) Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten (RoHS) beträgt der Grenzwert an Quecksilber maximal 3,5 Milli­gramm/Lampe. Bei hochwertigen Lampen wird dieser Wert deutlich unterschritten. Ab 2013 werden die Grenzwerte weiter reduziert: Ab dann dürfen Energiesparlampen höchstens 2,5 Milligramm Quecksilber enthalten. Vor, während und nach dem Betrieb kann ohnehin kein Quecksilber aus der Lampe entweichen. Die einzige Kon­takt­möglichkeit besteht, wenn eine Energiesparlampe zerbricht. In diesem Fall ent­weicht das Quecksilber langsam in die Luft, da es bei Raumtemperatur verdampft. Die Konzentration ist dabei aber sehr gering und liegt deutlich unterhalb der in Deutschland geltenden Grenzwerte.

7. Watt, Lumen, Kelvin
Die Eigenschaften der modernen Leuchtmittel sind komplexer geworden. Hat man sich früher bei der Auswahl einer Lampe einfach an der Watt-Zahl orientiert, gibt es heute verschiedene Angaben, die die Eigenschaften der Leuchtmittel beschreiben. Auf der Verpackung sind Informationen enthalten wie: die Anzahl von Lumen zur Bestimmung der Helligkeit, Watt als orientierende Vergleichsangabe, Kelvin zur Beschreibung der Lichtfarbe, die Anlaufzeit, die angibt, wie lange die Lampe nach dem Einschalten braucht, um 60 % ihrer Leuchtkraft zu entfalten, die Länge und der Durchmesser der Lampe, der Quecksilbergehalt in Milligramm sowie eine Angabe darüber, ob die Lampe dimmbar ist. Wie die Informationen auf den Ver­packun­gen aussehen, beschreibt diese Infografik

8. Entsorgung
LED- und Energiesparlampen enthalten elektronische Bauteile, weshalb sie unter das Elektro-Gesetz fallen. Das heißt, sie dürfen nicht in den Hausmüll, sondern müssen fachgerecht entsorgt werden. In Halogenlampen hingegen sind keine elektronischen Bauteile verbaut, weshalb diese weiterhin im Hausmüll entsorgt werden können.

Aktuell gibt es bundesweit über 6.600 Sammelstellen an kommunalen Wertstoffhöfen sowie im teilnehmenden Handel. Wo Verbraucher ihre Altlampen abgeben können, finden sie ganz einfach in der Sammelstellensuche heraus. Gibt man die Postleitzahl oder den Wohnort in die Suchmaske ein, erhält man die nächstgelegenen Sammelstellen nach Entfernung in Kilometern.

9. Recycling
Werden ausgediente LED- und Energiesparlampen sowie Leuchtstoffröhren fachgerecht entsorgt, wird damit ein wesentlicher Beitrag zur Ressourcenschonung geleistet. Denn in den Recyclinganlagen werden die Altlampen in ihre einzelnen Bestandteile zerlegt, so dass über 90% der Materialien der Wiederverwertung zugeführt werden können. Eine Infografik über die Verwertbaren Bestandteile von Altlampen finden Sie hier

10. Informationsquellen zum Thema
Fragen rund um das Thema Beleuchtung und moderne Leuchtmittel beantworten verschiedene Institutionen wie die Deutsche Energieagentur, die Bundes­verbraucher­zentrale sowie die Landesverbraucherzentralen, verschiedene Verbände wie der Zentralverband der Elektro- und Elektronikindustrie (ZVEI) sowie die Bundes­ministerien für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit und einige nachgelagerte Behörden wie das Umweltbundesamt. Auf unserer Website sind zudem zahlreiche Informationen, Infografiken und Expertenmeinungen rund um das Thema zu finden.


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