Schlüsselbegriffe für Lampennutzer

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E

Effizienz & Energieverbrauch

Um verschiedene Lampen und Lampentypen miteinander zu vergleichen, sollten Verbraucherinnen und Verbraucher folgende Begriffe und Einheiten kennen:

Effizienz

Eine grobe Klassifizierung der Effizienz erfolgt anhand des EU-Energielabels. Dabei bezeichnet Kategorie A die effizientesten Lampen. Genauer lässt sich die Effizienz von Lampen anhand der sogenannten Lichtausbeute ausdrücken – ein Kennwert, der beschreibt, welche Helligkeit (in Lumen) aus der aufgenommenen Energie (in Watt) erzeugt wird. Eine effiziente Lampe erzeugt bei geringem Energieeinsatz möglichst helles Licht. Die Lichtausbeute ist sowohl von der Bauart einer Lampe abhängig als auch von ihrer Qualität.

Energieverbrauch

Das Maß für den Energieverbrauch einer Lampe ist Watt. Eine hohe Wattzahl bedeutet folglich, dass die Lampe im Verbrauch auch höhere Kosten erzeugt. Effiziente Lampen erzeugen bei gleicher Energieaufnahme (in Watt) mehr Helligkeit (in Lumen).

Entsorgung von Lampen

 

    Sammelstelle

     Hausmüll

Glühlampe

 

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Halogenlampe

 

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Energiesparlampe

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Leuchtstofflampe

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LED-Lampe

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alle anderen Entladungslampen

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G

(Gas-)Entladungslampe

Der Überbegriff Entladungslampe umfasst alle Lampen, deren Leuchtprinzip auf Gasen oder Metalldämpfen beruht. Sie unterscheiden sich durch die Gasfüllung und den Betriebsdruck (Hochdruck- und Niederdruck-Entladungslampen) voneinander. Zur Gruppe der Entladungslampen zählen Leuchtstofflampen, Kompaktleuchtstoff- und Energiesparlampen, die sowohl gewerblich als auch in Privathaushalten zum Einsatz kommen. Darüber hinaus fallen darunter Induktionslampen, Halogen-Metalldampflampen sowie Natriumdampflampen, die aufgrund ihrer besonderen Eigenschaften unter anderem zur Straßen- und Außenbeleuchtung, in Sportstätten oder im Untertagebau verwendet werden.

Gesundheit

Energiesparlampen enthalten geringe Mengen an Quecksilber. Aber es gilt: In ihrer Anwendung sind sie für den Verbraucher völlig ungefährlich. Gemäß der EG-Richtlinie zur Beschränkung der Verwendung bestimmter (gefährlicher) Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten (RoHS) beträgt der Grenzwert an Quecksilber maximal fünf Milligramm pro Lampe. Bei qualitativ hochwertigen Lampen wird dieser Wert häufig um mehr als 50% unterschritten. Ab 2013 werden die Quecksilberwerte für Energiesparlampen weiter beschränkt: Ab dann dürfen Energiesparlampen höchstens noch 2,5 Milligramm Quecksilber enthalten. Vor, während und nach dem Betrieb kann ohnehin kein Quecksilber aus der Lampe entweichen. Die einzige Kontaktmöglichkeit ergibt sich, wenn eine Energiesparlampe zerbricht. In diesem Fall entweicht das Quecksilber langsam in die Luft, da es bei Raumtemperatur verdampft. Die Konzentration ist dabei aber sehr gering und liegt deutlich unterhalb der in Deutschland geltenden Grenzwerte. Für zerbrochene Sparlampen gelten – wie für intakte, nicht länger funktionsfähige Energiesparlampen auch – spezielle Empfehlungen zur Entsorgung. Beachten Sie dazu bitte die Hinweise unter folgendem Link.

Glühlampe

Das Licht einer Glühlampe wird durch einen auf ca. 2.700 Kelvin (K) erhitzten, gewendelten Glühdraht aus Wolfram erzeugt, der sich in einem mit Edelgas gefüllten Glaskolben befindet. Da beim Erhitzen des Drahts nur fünf Prozent der elektrischen Energie in Licht, der Rest in Wärme umgewandelt wird, haben Glühlampen eine schlechte Effizienzklasse. Selbst die besten erreichen nach dem EU-Energielabel nur die Klasse D. Ihre Lichtausbeute liegt bei maximal 14 Lumen pro Watt. Die durchschnittliche Lebensdauer beträgt 1.000 Stunden.

H

Halogenlampe

Das Licht der Halogenlampe beruht – ähnlich wie bei der Glühlampe – auf einem erhitzten Wolframwendel. Halogenzusätze halten die Innenseite des Kolbens klar. Sie erlauben kleinere Abmessungen, ermöglichen den Einsatz besserer Materialien (Quarz), besserer Füllgase und lassen somit höhere Temperaturen zu. Ihre Lichtausbeute liegt bei bis zu 25 Lumen pro Watt, bei Netzspannungslampen bei bis zu 15 lm/W. Die brillante Lichtfarbe und ihre sehr gute Farbwiedergabe machen die Halogenlampe im designorientierten Einsatz beliebt. Unterschieden wird in Niedervolt- und Hochvolt-Halogenlampen: Niedervolt-Halogenlampen sind für Spannungen von 12 Volt ausgelegt und werden an einem Transformator betrieben. Hochvolt-Halogenlampen hingegen sind für die Netzspannung von 230 Volt geeignet. Sie lassen sich direkt in die Fassung schrauben und sind 30 Prozent effizienter als Glühlampen.

Helligkeit

Der physikalische Begriff für Helligkeit lautet „Lichtstrom der Lampe“. Dieser wird in Lumen angegeben. Dabei gilt: Je höher der Lumenwert, desto heller die Lampe – je niedriger, desto schwächer das Licht. Es hängt vom Lampentyp und der Qualität einer Lampe ab, wie viel Energie (in Watt) eingesetzt werden muss, um eine bestimmte Helligkeit zu erzielen (vergleiche auch Effizienz)

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K

Kelvin

Mit dem Kelvinwert wird die Lichtfarbe einer Lampe beschrieben. Ein hoher Wert steht dabei für tageslichtweißes Licht (ca. 5500K). Dieses wirkt eher kühl. Wer ein warmweißes Licht (ca. 2700K) mit einem geringen Blauanteil und somit wärmeren Ausstrahlung sucht, sollte auf einen niedrigen Kelvinwert achten. Dieses Licht entspricht auch dem einer herkömmlichen Glühlampe. Mehr als 90 Prozent der in Deutschland verkauften Energiesparlampen fallen in diese Kategorie.

Kompaktleuchtstofflampe und Energiesparlampe

Kompaktleuchtstofflampen sind Leuchtstofflampen mit kleineren Abmessungen: Die stabförmige Leuchtstoffröhre wird gebogen und gefaltet – und ermöglicht somit, die Technik der Leuchtstoffröhre auch in kleine Leuchten einzusetzen. Dabei weisen sie die gleichen Vorteile wie die herkömmliche Leuchtstofflampe auf: Eine lange Lebensdauer von bis zu 15.000 Stunden, eine hohe Lichtausbeute zwischen 50 und mehr als 70 Lumen pro Watt sowie verschiedene Lichtfarben. Kompaktleuchtstofflampen mit integriertem elektrischem Vorschaltgerät und Schraubsockel für große (E 27) und kleine (E 14) Fassungen werden als Energiesparlampen bezeichnet. Seit mehr als 25 Jahren sind sie bereits auf dem deutschen Markt erhältlich. Nach EU-Verordnung 244 dürfen nur Lampen mit Energieeffizienzklasse A die Bezeichnung Energiesparlampe tragen. Kompaktleuchtstofflampen enthalten geringe Mengen an Quecksilber.

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L

LED-Lampe

Die Abkürzung LED steht für „Licht emittierende Diode“. Das Licht wird in Halbleiterchips erzeugt und kann in allen Lichtfarben – von Warmweiß bis Tageslichtweiß und in vielen weiteren Farben – erzeugt werden. Ein Vorschaltgerät liefert den nötigen Gleichstrom. LED-Lampen sind robust, langlebig und sehr effizient (bis > 100 lm/W), sie lassen sich zudem einfach dimmen. Dabei sind sie sehr klein, die größten haben eine Kantenlänge von einem Millimeter. Für mehr Helligkeit wird die LED-Technik in Modulen kombiniert. Weitere Vorteile: LED-Lampen sind mit einer Brenndauer von bis zu 50.000 Stunden besonders langlebig. Heute sind LED-Retrofitlampen bis 60 Watt verfügbar. Ihre Lichtausbeute beträgt ca. 50 lm/W mit einer Lebensdauer von bis zu 25.000 Stunden – und die Technik verbessert sich dank kontinuierlicher Entwicklungen regelmäßig weiter. Unterschieden werden LED-Lampen als Komponenten eines Produkts (z. B. beim Mobiltelefon oder der Kompaktanlage), fest in Leuchten verbaute LED-Technik (LED-Leuchten) und LED-Lampen mit Sockeln für standardisierte Fassungen (LED-Lampen oder LED-Retrofit-Lampen).

Leuchtstofflampe

Der Überbegriff Leuchtstofflampe beschreibt Lampen mit folgendem Funktionsprinzip: Beim Stromfluss durch den Lampenkolben entlädt sich das enthaltene Quecksilber. Dadurch wird Energie in Form von UV-Strahlung freigesetzt. Leuchtstoffe auf der Innenseite des Kolbens verwandeln diese für das menschliche Auge unsichtbare Strahlung in sichtbares Licht. Leuchtstofflampen arbeiten mit Vorschaltgeräten, welche die Entladung unter Kontrolle halten und eine hohe Effizienz garantieren. Leuchtstofflampen sind in verschiedenen Lichtfarben erhältlich. Sie haben eine sehr hohe Lichtausbeute von mehr als 100 Lumen pro Watt und eine hohe Lebensdauer, die bei bis zu 20.000 Betriebsstunden liegen kann.

Lichtfarbe

Die Lichtfarbe einer Lampe wird in Kelvin (K) wiedergegeben. Ein hoher Kelvinwert steht für tageslichtweißes Licht (ca. 5500K), das eher kühl wirkt. Ein niedriger Kelvinwert für warmweißes Licht (ca. 2.700 Kelvin) mit einem geringen Blauanteil und damit wärmeren Ausstrahlung. Extra-warmweiße Lichtfarben (ca. 2.500 Kelvin) werden hauptsächlich zur stimmungsvollen Akzentuierung eingesetzt. Einer herkömmlichen Glühlampe entspricht die Farbe Warmweiß – mehr als 90 Prozent der in Deutschland verkauften Energiesparlampen fallen in diese Kategorie. Lampen in tageslichtweiß oder neutralweiß wirken dagegen eher nüchtern. Sie eignen sich optimal zur Beleuchtung am Arbeitsplatz.

Lumen

Die Angabe unter der Bezeichnung Lumen gibt den Wert für die Helligkeit einer Lampe an. Dabei gilt: Je höher der Lumenwert, desto heller die Lampe – oder anders herum: Je niedriger, desto schwächer das Licht. Dabei hängt es vom Lampentyp und der Qualität einer Lampe ab, wie viel Energie (in Watt) eingesetzt werden muss, um eine bestimmte Helligkeit zu erzielen (vergleiche auch Effizienz).

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O

Organische Leuchtdiode (OLED)

Eine vielversprechende neue Entwicklung sind sogenannte organische LED-Lampen (OLED), die als flächige Lichtquellen weißes oder farbiges Licht emittieren können und im ausgeschalteten Zustand völlig transparent sein können.  Die OLED-Technologie ist vorrangig für Bildschirme (z. B. Fernseher, PC-Bildschirme, Monitore) und Displays geeignet. Ein weiteres Einsatzgebiet ist die großflächige Raumbeleuchtung.

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Q

Quecksilber

Energiesparlampen enthalten eine geringe Menge an Quecksilber – gemäß der EG-Richtlinie zur Beschränkung der Verwendung bestimmter Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten (RoHS) weniger als fünf Milligramm pro Lampe. Das ist für die hohe Effizienz unumgänglich. Bei hochwertigen Energiesparlampen für den Haushalt liegt der Quecksilbergehalt heute schon bei unter zwei Milligramm. Die Lampen müssen aber gemäß dem Gesetz über das Inverkehrbringen, die Rücknahme und die umweltverträgliche Entsorgung von Elektro- und Elektronikgeräten (ElektroG) nach Gebrauch fachgerecht entsorgt und recycelt werden.

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R

Recycling

Oberstes Ziel des Recyclings ist die umweltgerechte Erfassung von Schadstoffen und die Wiederverwertung der im Prozess gewonnenen Stoffe zur Schonung knapper Ressourcen. Für das Lampenrecycling gibt es dabei unterschiedliche Verfahren. Grundsätzlich werden alle Lampen in ihre Einzelbestandteile zerlegt und anschließend fachgerecht entsorgt oder wieder in der Industrie eingesetzt. So wird beispielsweise das für Energiesparlampen und Leuchtstoffröhren verwendete Metall beinahe vollständig recycelt, das Glas der Leuchtstofflampen kann unmittelbar für die Herstellung neuer Lampen benutzt werden.

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S

Schaltfestigkeit

Im professionellen Einsatz und in öffentlichen Einrichtungen sind Lampen besonderen Belastungen ausgesetzt – z. B. in Fluren und Gängen, Treppenhäusern und Tiefgaragen. Denn an solchen Orten wird das Licht sehr häufig ein- und ausgeschaltet. Deshalb sind hier Lampen gefragt, die über eine hohe Schaltfestigkeit verfügen, um eine entsprechende Lebensdauer zu garantieren. Energiesparlampen mit einer sogenannten Vorheizfunktion verfügen in der Regel über eine solch hohe Schaltfestigkeit.

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T

Temperaturstrahler

"Temperaturstrahler" ist ein Oberbegriff, der unter anderem Glüh- und Halogenlampen beschreibt. Er leitet sich aus der Funktionsweise dieser Lampen ab, die Licht durch das Erhitzen eines Drahts erzeugen.

Transport von Altlampen

Energiesparlampen gelten nach der Gefahrgutverordnung Straße, Eisenbahnen und Binnenschifffahrt (GGVSEB) nicht als Gefahrgut. So ist keine besondere Bescheinigung für den Transport nötig. Achten Sie trotzdem darauf, dass die Sammelbox gesichert transportiert wird, damit es nicht zu unnötigem Lampenbruch kommt.

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W

Watt

Das Watt ist die Einheit für die Angabe von Energie pro Zeit, wobei häufig eine mittlere Leistung über eine gewisse Zeit ausgezeichnet wird. Hersteller elektrischer Geräte sind zur Angabe der maximalen Leistungsaufnahme verpflichtet. Diese Angabe sagt jedoch nichts über die abgegebene Leistung aus. Diese kann nämlich weit geringer sein. In diesem Fall spricht man von Energieverlusten bei der Wandlung der elektrischen Energie in andere Energiearten. Eine Glühlampe mit 60 Watt Leistung nimmt z. B. 60 Watt auf, gibt jedoch nur ca. 3 Watt (5%) in Form des erwünschten sichtbaren Lichtes ab und etwa 57 Watt in Form von ineffizienter Wärme.

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Ob Effizienz, Entsorgung oder Energiesparlampe: Es gibt allerhand Wissenswertes rund um die moderne Beleuchtung.